Hösseringen (2026)
10 Jahre nach unserem Besuch in Hösseringen, einem kleinen Ort im Landkreis Uelzen, wollten wir mal sehen, was sich verändert hat.
Nachdem vor 10 Jahren die Hauptstraße durch den Ort für die Postbuslinie ausgebaut wurde, ist nun die Nebenstrecke zum Nachbarort an der Reihe.
Die Bundesbahn möchte ihre Nebenstrecke einstellen, da sie nicht mehr rentabel ist, Nachfolger im Personentransport soll der Omnibus werden.
Es werden sich künftig also Bahn und Post auf verschiedenen Linien in Hösseringen treffen.
Früh am Morgen ist der Viehhändler mit seinem Vorkriegsmercedes unterwegs, um ein paar Schweine abzuholen.
Ebenso ein Getränke-Händler und Mosterei-Betreiber, um eine Ladung nicht verkaufsfähiger Äpfel abzuholen.
Die Straße zeigt sich mit ihrem Kopfsteinpflaster aus dem letzten Jahrhundert und ist nicht geeignet, den Busverkehr der Bahn aufzunehmen - lediglich für den Einachsschlepper scheint sie zu genügen. Dahinter sieht man schon die Kaelble-Zugmaschine mit einem Anhänger voll Sand zur Baustelle fahren.
Fröhlich grüßt der Postbote!
Morgens um halb fünf hat sich so mancher Marktbeschicker auf den Weg gemacht, denn heute ist Wochenmarkt in Hösseringen.
Der Postbote ist im örtlichen Gasthof verschwunden - hier gibt es erstmal Kaffee und belegtes Rundstück, bevor es weitergeht.
Ein kurzer Klönschnack unter Kollegen und der Aufbau des Stands beginnt.
Da kommt auch schon der Borgward B 4500 der Meierei, um die Mich abzuholen. Hier ist auch der Anfang der Baustelle zu erkennen, auf der soeben Sand angeliefert wird.
Bilder:
Christian Eichelmann
Thomas Apitz
Stefan Piel
Wilco Coners
Olaf Herrenberg
Text:
Jürgen Danner
Wird fortgesetzt.